Page 23 - Diamantwerkzeuge
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2-2 Diamantwerkzeuge aus monokristallinen Diamanten
Einführung Diamantdreh-, Fräs- und Bohrwerkzeuge
Einführung
Drehwerkzeuge aus monokristallinem Diamant kommen bei der Ultrapräzisionsbearbeitung zum Einsatz.
Mit den schartenfrei auspolierten Diamantschneiden können Rautiefen in der Grössenordnung zwischen 3 bis 6 Nano- meter erreicht werden.
Durch Glanzdrehen lassen sich an Werkstücken aus NE-Metallen wie Gold, Silber, Platin, Messing, Aluminium, Kupfer und Rotguss sowie aus Kunststoffen wie Acryl( PA) und Polycarbonat (PC) Oberflächen erzeugen, die mit der eines Spiegels vergleichbar sind. Nacharbeiten durch Schleifen oder Polieren sind nicht mehr erforderlich. Die Konturen und Maße bleiben sogar im Vergleich zum Polieren exakt erhalten.
Auf speziell für das Glanzdrehen konzipierten Maschinen lassen sich mit unseren Werkzeugen Oberflächen mit einer Rauigkeit Rz unter 0,1 μm fertigen. Selbst bei hoher Vergrößerung sind keine Drehriefen erkennbar.
Voraussetzung für die Herstellung technisch und optisch besonders hochwertiger Oberflächen, beispielsweise von Laserspiegeln mit besonderen Anforderungen an die Ebenheit, Rautiefe und Gleichmäßigkeit, sind vibrationsfrei arbei- tende Drehmaschinen.
Die Diamantwerkzeuge können für folgende Verfahren mit rotatorischer Hauptbewegung eingesetzt werden:
• Drehen (Innen- und Aussendrehen, Glanz- und Abstechdrehen) • Fräsen
• Bohren
Auf den folgenden Seiten sind verschiedene Diamantformen abgebildet. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, dass Diamantwerkzeuge in der Regel Spezialanfertigungen sind. Gerne informieren wir Sie über die Vorteile von monokristallinen Diamantwerkzeugen und unterstützen Sie bei der Entwicklung eines neuen Werkzeuges. Zeichnun- gen erstellen wir Ihnen zu diesem Zweck kostenlos.
Bitte beachten:
• Diamantwerkzeuge sollten ausschliesslich in gut gelagerten Präzisionsmaschinen eingesetzt werden. Nur ein erschütterungsfreies Arbeiten garantiert einen optimalen Ertrag.
• Entstehen auf dem Werkstück Kratzer durch feine Ausbrüche an der Diamantschneide, so sollte das Werk- zeug nachgeschliffen werden
• Je stumpfer die Schneide desto grösser das Risiko, dass der Diamant plötzlich ohne Schlag zerbricht
• Die Standzeit des Diamanten hängt von der Legierung und Oberfläche des Werkstückes, der Schnittge-
schwindigkeit und der Vorschubtiefe des Werkzeuges ab. Daher kann keine Regel aufgestellt werden.
• Zur optimalen Ausnutzung des Diamantwerkzeuges gehört das regelmässige Nachschleifen beim Hersteller,
dadurch erhöht sich die Lebensdauer des Diamanten beträchtlich.
Hinweis:
Wendeplatten mit monokristallinem Diamant sind in Kapitel 3 aufgeführt.
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